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wurde urkundlich erwähnt 1257 bis 1308. Er ist als Begründer der herausragenden Stellung unseres Geschlechtes von Pommerellen, zu dem seinerzeit noch die Lande Schlawe und Stolp gehörten, anzusehen. Historisch wurden nach ihm auch die ersten Generationen als „Swenzonen“ bezeichnet

1257 bekleidet er das Amt des subdapifer (Untertruchsess) von Schlawe. 1274 erscheint er als subcamerarius (Unterkämmerer) von Stolp, dem bereits 1275 das Amt des castellanus (Burggraf) von Stolp folgt. Seit dem 4.1.1286 erscheint er als palatin ( Wojewode) von Stolp und bereits anderthalb Jahre später als palatin von Danzig und Stolp. Diese Amtsbezeichnung führt Swenzo bis zum Ende der Erwähnungen.

1287 hat er also in dieser Region eine Spitzenstellung erreicht. Wir finden ihn in diesem Jahr auch an der Spitze der pommerschen „Barone“, die hochpolitische Fragen, wie die Thronfolge in Pommerellen und das Verhältnis zum Bistum Cammin zu lösen hatten. Er ist Vertrauensmann des Herzogs Mestwin II. Als ein glänzender Verwaltungsfachmann und treuer Diener seines jeweiligen Landesherren, der nach dem Tode Mestwins mehrfach wechselt, behält er auch unter ihnen zunächst seine Ämter. Sein letzter Fürst treibt ihn jedoch durch ungerechte Behandlung den Askaniern in die Arme. In seiner letzten Urkunde zeichnet er als; Swenzo, die gratia comes et palatinus Pomeraniae universis.

Die Frage nach seinem Grundbesitz ist schwer zu beantworten,. Aus der Urkundenlage über Verkäufe, Schenkungen und Verpfändungen muss geschlossen werden, dass er zwischen Köslin und Danzig umfangreichen Grundbesitz besaß.

Swenzo führte ein so genanntes „Reitersiegel“, das normalerweise nur Landesherren zusteht. Dieses und seine Bezeichnung deo gratia comes heben ihn jedenfalls aus der Menge heraus; er hat wohl eine Art landesherrlicher Stellung in Hinterpommern bekleidet., anders ist diese Siegelführung und Bezeichnung nicht zu deuten.

Sein genaues Todesdatum steht nicht fest; er muss zwischen 1308 und 1310 verstorben sein. Auch über seine Ehefrau wissen wir nur über Umwege, dass sie wohl Schwester des Johanniter-Kommendators von Schlawe, Pyrscho, ist.